Wie kann der Verbrauch von Waschmaschinen gesenkt werden?

Wie kann der Verbrauch von Waschmaschinen gesenkt werden?

Christina / October 3, 2019

Der Verbrauch von Waschmaschinen variiert je nach Modell und Waschprogramm. Es gibt aber deutliche Unterschiede, die nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar sind. In diesem Beitrag erkläre ich, wie man eine sparsame und energieeffiziente Waschmaschine entdeckt und worauf beim Kauf zu achten wäre.

Das richtige Volumen

Je nach Haushalt sollte die Waschmaschine auch für das richtige Volumen ausgelegt sein. Ein Single-Haushalt benötigt keine Waschmaschine für eine Familie. Damit der Energieaufwand reduziert wird, könnte es sich lohnen, das richtige Gerät für das benötigte Volumen zu finden.

Bei einem Zwei-Personen-Haushalt eignet sich demnach eine Waschmaschine mit einer Volumenmenge von bis zu sieben Kilogramm. Bei drei oder vier Personen bietet sich ein Fassungsvermögen von acht Kilo an. Im Prinzip gilt, dass die Waschmaschine eher kleiner statt größer sein sollte. Es lässt sich daher auf das Jahr gerechnet einiges einsparen.

Front- oder Toplader?

Nicht jeder Waschmaschinentyp eignet sich gleichermaßen. Bei einem Frontlader (siehe Artikelbild) wird über das sogenannte „Bullauge“ gefüllt und stellen die preiswertesten Modelle dar. Da die Modelle am gefragtesten sind, gibt es hierbei auch die größere Auswahl.

Ein Toplader dagegen wird von oben gefüllt und ist äußerst platzsparend. Das Modell bietet sich vor allem in engen Räumen an. Hinsichtlich Haltbarkeit und Leistung gibt es zwischen beiden Modellen aber keinen Vor- oder Nachteil.

Welche Programme sind notwendig?

Damit gespart werden kann, sollte eine Eco-Taste vorhanden sein. Der Vorteil liegt darin, dass die Wäsche zwar länger benötigt, aber gleichermaßen sauber ist. Die Funktion Aquastop ist eine Wassersicherung, die ebenfalls vorhanden sein muss für den Fall der Fälle.

An die jeweiligen Programme der Hersteller muss sich aber nicht immer gehalten werden. Pflegeleichte Klamotten können durchaus auch bei 39 Grad gewaschen werden, dies wird sich in der Energiekostenabrechnung bemerkbar machen.

Energieeffizienzlabel

Bei diesen Geräten ist die Energieeffizienzklasse A+++ die höchste Auszeichnung. Der mittlere Wert wird durch A++ gekennzeichnet und A+ gilt es zu vermeiden. Aufgrund des hohen Energieverbrauches sind Waschmaschinen zwischen A und D nicht mehr in Deutschland erhältlich.

Zudem darf nicht unerwähnt bleiben, dass A+-Modelle zwar günstiger sind, aber sich im Endeffekt über die gesamte Lebensdauer nicht rechnen. Eine Waschmaschine kann durchaus 12 bis 15 Jahre halten. Eine A+ verursacht dabei 21 Euro mehr Stromkosten pro Jahr im Vergleich zu einer Maschine mit A+++. Nach 15 Jahren sind das 315 Euro.

Müssen Sonderfunktionen sein?

Eine Waschmaschine kann viele Sonderfunktionen bieten, die aber nicht alle unbedingt benötigt werden. Umso mehr Funktionen, umso teurer letztendlich auch die Waschmaschine. Dennoch können Funktionen wie die Zeitvorwahl nützlich sein. Hierdurch kann selbst bestimmt werden, zu welchem Zeitpunkt der Waschgang beendet sein sollte. Für Menschen, die eher selten die Wäsche waschen, könnte dabei eine Dosierempfehlung und Beladungserkennung sinnvoll sein.

Hinsichtlich der Energieeffizienz ist eine Mengenautomatik aber entscheidend. Es wird weniger Wasser und Strom aufgewendet, wenn sich weniger Wäsche hierin befindet. Der Verbrauch reduziert sich um ein vielfaches. Waschmaschinen im Test haben aber gezeigt, dass die meisten Hersteller genau jene Programme mittlerweile als Standard verbauen.

Welche Geräte benötigen am meisten Strom?

Im Haushalt gibt es aber weitaus mehr Geräte, die den Stromverbrauch entsprechend in die Höhe treiben. Hierzu zählt der Gefrierschrank, der in vielen Fällen gar nicht nötig ist oder die veraltete Heizungspumpe. Diese nimmt im Winter sogar den meisten Stromverbrauch ein. Das Problem liegt darin, dass Heizungspumpen nach dem alten Standard über 7000 Stunden hinweg das Wasser umwälzen — selbst, wenn es nicht benötigt wird.

Die Beleuchtung nimmt einen ebenso großen Anteil ein. Damit kostengespart werden, sollte auf LED-Lampen umgestiegen werden. Diese sind zwar nicht immer so hell, wie gewöhnliche Glühbirnen, aber immerhin wird so ein sehr großer Teil eingespart.

Der Stromverbrauch bei Fernseher liegt jährlich bei einem Energieaufwand von etwa 190 Kilowattstunden. Der sogenannte Stand-By-Modus hindert das Fernsehgerät dabei aber nicht, weiterhin Unmengen an Strom einzuheimsen.

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