Klimabewusst grillen – so geht’s

Klimabewusst grillen – so geht’s

Christina / Juli 4, 2020

Auf das Grillen möchten wir Deutschen im Sommer nicht verzichten. Dafür schmeckt es einfach zu gut und die gesellige Stimmung rund um den Grill würde verloren gehen. Der Umwelt zuliebe schauen wir uns aber an, mit welchen Methoden das Grillen klimabewusster gelingen kann. 

Holzkohle verwenden 

Beim Grillen mit einem herkömmlichen Kohlegrill werden eine Vielzahl von Schadstoffpartikeln in Form von Ruß an die Umwelt weitergegeben. Sie landen auf dem Boden, im Gras und auch in der Luft und werden bei starken Winden sehr weit getragen. Um den Verschmutzungsgrad gering zu halten, sollte jeder Grillmeister, der im Besitz eines Kohlegrills ist, auf Holzkohle umsteigen. 

Diese ist umweltfreundlicher als herkömmliche Kohle. Doch auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. Beim Kauf von Holzkohle sollten Sie daher auf das FSC-Siegel achten. Dieses steht für eine nachhaltige Waldwirtschaft.

Wiederverwendbares und langlebiges Zubehör nutzen 

Das Zubehör für Gasgrill, Holzkohlegrill und Elektrogrill sollte auch umweltfreundlich sein. Umweltfreundlich ist Zubehör dann, wenn es frei von Schadstoffen sowie von Dauer ist und aus umweltfreundlichem Material besteht. 

Material wählen

Grundsätzlich bietet sich der Kauf von Edelstahl-Zubehör an. Es ist langlebig, rostfrei, robust und setzt keinerlei Schadstoffe frei. Alle Zubehöre aus Edelstahl sind natürlich auch wiederverwendbar. So können Aluminiumschalen durch Grillschalen aus Edelstahl ersezt sowie Messer aus Edelstahl verwendet werden und auch Grillzangen und Wender sollten aus Edelstahl gefertigt sein. Edelstahl ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, lohnt sich aber im Hinblick auf die Langlebigkeit des Materials. 

Sofern Sie ein Fan davon sind, dass die Edelstahlzangen und ähnliches Holzgriffe besitzen, sollten Sie überprüfen, woher das Holz kommt. Kommt es eventuell aus dem Amazonas? Oder ist es Teakholz? Dann sollten Sie die Finger von dem Gebrauchsgegenstand lassen. Wählen Sie stattdessen umweltfreundliche, zertifizierte Holzmaterialien. So müssen Sie auch kein schlechtes Gewissen beim Grillen haben. 

Wiederverwendbare Produkte nutzen 

Anders verhält es sich mit Grillhandschuhen. Viele Menschen verwenden zum Grillen Einmalhandschuhe. Diese sind durch den schnellen Verbrauch und den langwierigen Abbau nicht gut für die Umwelt. Tauschen Sie daher Einweghandschuhe gegen wiederverwendbare Grillhandschuhe. Es sei dahingestellt, ob das Material umweltfreundlicher ist, jedoch verwenden Sie die Handschuhe länger als die Einweghandschuhe. 

Können Sie auf den Kauf von Handschuhen verzichten? Können schon, Sie sollten es jedoch nicht. Ihre Sicherheit sollte an erster Stelle stehen. Ein falscher Griff genügt und Sie haben sich heftig die Hand am Grill verbrannt. Die heißen Temperaturen sind nicht zu unterschätzen. Der Kauf von feuerfesten, wiederverwendbaren Handschuhen ist daher in der Tat gerechtfertigt, sinnvoll und im Vergleich auch umweltfreundlich. 

Klimafreundliche Lebensmittel grillen 

Auch bei der Wahl der Lebensmittel, die auf dem Grill landen, gibt es umweltfreundliche und weniger umweltfreundliche Varianten. Lebensmittel, die erhöhte Methanwerte aufweisen, sollten lieber nicht gegrillt werden. Hohe Methanwerte weisen alle Lebensmittel auf, die von Wiederkäuern stammen. Darunter fällt somit vor allem das Grillen von Rindfleisch und Grillkäse. Auf diese beiden Lebensmittel sollte aus umweltfreundlicher Perspektive daher lieber beim Grillen verzichtet werden. Zumindest sollte der Konsum dieser Lebensmittel beim Grillen eingeschränkt werden. Stattdessen können Sie Fleisch- oder Käseersatzprodukte verwenden, falls Sie auf den Geschmack nicht verzichten können. 

Für Experimentierfreudige tun sich aber vielleicht auch neue Geschmackserlebnisse auf. Gegrilltes Gemüse schmeckt auch sehr gut, hilft beim Abnehmen und kann in voller Vielfalt genossen werden. Auch beim Gemüse sollten Sie darauf achten, woher es kommt. Regionale Produkte wie Kartoffeln, Zucchini und Paprikas vom Bauern bieten sich besonders an. Falls Ihnen das zu aufwendig sein sollte, können Sie beim Einkauf im Supermarkt zumindest darauf achten, dass das Gemüse Made in Germany ist, um lange Transportwege auszuschließen. Wird das Gemüse jedoch regional angebaut, ist der Genuss sehr umweltfreundlich. 

Bei Beachtung der kleinen Regeln tun Sie der Umwelt etwas Gutes, ohne großartig verzichten zu müssen. 

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