Abrechnung!

Das war ein anstrengendes und gutes Jahr! Von "O'Brien" (ich konnte mir tatsächlich die TV-Serie "Downton Abbey" erst nicht anschauen, da mich das Pokerface von O'Brien zu sehr an meine erste Angestellte erinnerte ;D ) habe ich nichts mehr gehört und die Angriffe auf mich und mein Cafe haben seit der Gerichtsverhandlung schlagartig aufgehört :) Leider hat sich nicht EINER, der daran beteiligten Rufmörder (oder "Zeuginnen" zugunsten der damaligen Urheberin) bei mir entschuldigt! Es ist sicher schon Jedem mal passiert, dass er getäuscht oder für eine unseriöse Sache missbraucht wurde. Wenn sich dann allerdings bei einem Gerichtsverfahren die Sache komplett anders herausstellt, finde ich es wirklich beschämend, wenn man den verursachten Schaden nicht einmal bereut oder sich anständiger Weise entschuldigt. Sei es drum! Jeder wird irgendwann für sein Handeln zur Verantwortung gezogen ;) und sei es, dass zumindest zwei dieser Damen mir fast täglich beim Einkauf im Supermarkt begegnen und sie lieber schnell weitergehen oder in eine andere Richtung schauen :D

DAS war der ärgerliche Teil, den ich hiermit zu den Akten lege!

Im vergangenen Jahr bekam mein Cafe viele neue Freunde dazu. Zum Beispiel, kam die nette ältere Dame aus Japan wieder für zwei Monate nach Berlin, um ihr Enkelkind zu besuchen. Fast täglich besuchte sie mich und kaufte ihr Stück "Apfelkuchen Jonathan", trank einen Tee und ging weiter mit dem Enkel spazieren. Nun bekam ich tatsächlich zu Weihnachten einen Brief und ein Päckchen aus Japan. In diesem Jahr war auch mein Cafe Kulisse für eine Fotoproduktion mit Enie van de Meiklokkjes, der Zeitschrift "lecker". Es hat viel Spass gemacht, Enie und ich haben viel Quatsch zwischendurch fabriziert und mein Cafe machte sich wirklich prächtig in den folgenden 3 Ausgaben des Heftes. Auch für die "Expertenrunde" vom RBB war ich wieder gebucht. Radio macht mir sehr viel Spass und jedes Mal treffe ich später Anrufer von der Live-Sendung im Cafe wieder. Wie nett, auch mal Tipps und Back-Kniffe von Radiohörern zu erhalten. Einige "alte" Gäste meines ersten "Cafe Solvey" haben mich auch wieder gefunden. Damals musste ich ja wegen meiner schweren Erkrankung das 1.Cafe sehr schnell schließen. Da "O'Brien" zwei Wochen nach der Neueröffnung einfach nicht mehr zur Arbeit kam, musste ich mir von heute auf morgen schnell neue Angestellte suchen und einarbeiten. Es war sehr schwer, aber inzwischen sind wir alle ein gutes Team. Manchmal dachte ich, dass ich unter dem ganzen Druck wieder krank werde und es vielleicht nicht schaffe. Zum Glück gab es gute Freunde, die Familie und treue Kunden welche mir genug Kraft und Mut gaben weiter zu machen. Mein Konzept ist immer in Bewegung und ich denke mir grad auch wieder neue Verbesserungen und neue Projekte aus :) Ein Buch ist im Entstehen, das Fernsehen hat schon angeklopft und die nächsten Radiosendungen kommen auch wieder. Ich freue mich morgens ins Cafe zu kommen, die Kaffeemaschine an zu schalten und den ersten Kuchen zu backen. Ich freue mich über Markus, der fast jeden Morgen einen "Chef-Kaffee" mit mir trinkt und einen kleinen Plausch hält, meinen lieben neuen Freund P., der zwischen dem nächsten Patienten Termin noch auf eine Rhabarberschorle und eine Stulle vorbei schaut, Susanne: die wie die blaue Raupe bei "Alice im Wunderland" ihre Elektro-Zigarette mit Erdbeer-Vanille-Geschmack bei mir pafft und sich über die Preise im Supermarkt beschwert, Simone und Saskia, Herrn Hemberger nicht zu vergessen... Es ist ein fröhliches Gesumm morgens im Cafe und nachmittags kommen oft meine Nachbarn (Kellner beim Italiener) um Kuchen zu kaufen oder gegen leckere Pasta zu tauschen, Touristen, welche mich durch Zufall entdeckt oder mich auf Reiseportalen gefunden haben, die Anwohner aus der Strasse, die entweder ihre abgegebenen Pakete abholen oder sich mit Freunden bei mir treffen, Frau Christel Haß (eine ehemalige Lehrerin), die mir schon viele tolle Geschichten und Anekdoten über unsere Ecke rund ums Cafe erzählt hat, die liebe Frau Fleck (89Jahre alt!) die einmal die Woche in Begleitung ihrer Freundin zum Käsekuchen essen kommt, Miss Sugar-Sugar aus Paris, die aussieht wie eine Mischung aus Filmstar und Model und ihren Cafe Latte mit mindestens 10 Stück Zucker braucht um munter zu werden, der elegante Herr, dem eines der berühmtesten Restaurants in Berlin gehört und der meinen Kuchen immer so überschwenglich lobt, die Hippsters vom Musikverlag in der Brunnenstrasse, die immer Kuchen für das ganze Büro kaufen, Erwin, dem das "Alois Oberbacher" ein Haus weiter gehört und der seinen Espresso bei mir auf neutralem Boden trinkt und mit mir über einen italienischen Filmkomponisten redet, die entzückende Französin aus dem Nachbarhaus, die sich gern ein Stück Schokoladenkuchen fürs Frühstück im Bett holt, Johannes, der seine Elternzeit unter Anderem mit Kuchen genießen bei Solvey nutzt, natürlich in Begleitung des wunderbaren Babys Minou, all meine lieben Hunde (August, Luzie, Ibu u.s.w. in Begleitung ihrer Besitzer), die immer den einen oder anderen Krümel auf meinem Fußboden finden.... und all die anderen wunderbaren (bis auf gaaaaanz seltene Ausnahmen ;) ) Gäste <3 Ihr macht mein Cafe zu einem besonderen und schönen Ort! Ich danke Euch Allen recht herzlich dafür! Am 16.Januar wird das 2.Cafe Solvey 2 Jahre alt. Wollen wir mal sehen, wie es weiter geht.....

Das Cafe wird 1 !!!

Da habe ich doch tatsächlich heute vergessen, dass genau vor einem Jahr mein Cafe neu eröffnet wurde!!!! Offensichtlich arbeite ich etwas zu viel ;)

Es ist viel passiert, in diesem einen Jahr... Angefangen hat es höchst ärgerlich: Ihr erinnert Euch an die häßliche Rufmordgeschichte, zu der ich in einem Blogeintrag hier Stellung nahm und meine Firma verteidigen musste? Zum Ende, nach einem dreiviertel Jahr wirrer Beschuldigungen und seltsamer Bedrohungen durch wütende Dritte, wurde diese Sache durch eine Mediation endlich aus der Welt geschaffen und diese Person in die Schranken gewiesen. Es hat mich viel Kraft, etwas Gesundheit und meine normale Haarfarbe gekostet, dieser Irrsinn (meine neuen grauen Haare finde ich inzwischen aber ganz ok.) Manche Menschen können, selbst als Erwachsene nicht mit Kritik umgehen und wälzen die eigene Unfähigkeit der Einfachheit halber dann gern auf den Kritisierenden ab. Da ist man auf Grund "eines Gefühls" der Meinung, die Kritik an der eigenen Arbeit sei eine Kündigung gewesen... Was für ein böses und berechnendes Verhalten! Dieser "Dreck" ist nun ausgefegt aus dem Cafe!!! Ich widme mich wieder den wahren und schönen und vor Allem EHRLICHEN Dingen, wie: guten Kuchen backen :)

Letzte Woche war die Zeitschrift "lecker" wieder zu Gast im CAFE SOLVEY und hat schöne Fotos gemacht, heute hatte ich ein Casting für eine Backshow im Fernsehen, mit Enie van de Meiklokkjes :) Ich habe viel zu tun, die Gäste sind sehr zufrieden, ich bin oft müde, aber werde jeden Tag mit Lob und Anerkennung durch meine Kundschaft belohnt. Es ist oft sehr anstrengend den ganzen Tag zu backen und auf alle Wünsche einzugehen. Viele sehen nur die schöne Deko, das Kuchenbacken und den Spass den wir hinter dem Tresen haben. Ihr solltet mich abends NACH der Arbeit sehen ;D Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit dem Cafe und meiner Idee des schmackhaften Kuchens.... Ich danke, heute zum einjährigen Jubiläum Allen, die mich und mein Cafe in schlimmen Momenten letztes Jahr unterstützt haben und danke all meinen Kunden für das fleißige Kuchen essen, das Lob, das Weiterempfehlen, das Wiederkommen... 

Auf ein Neues, gutes CAFE SOLVEY JAHR!

Einheimische und Schwaben....

Da braut sich Was zusammen in Berlin und insbesondere in Mitte und Prenzlauer Berg....

Seit den Äußerungen von Herrn Thierse ist eine heiße Diskussion entbrannt, die auch vor dem kleinen CAFE SOLVEY nicht Halt macht! Heute morgen besuchte mich mein guter Freund Tim endlich wieder um mir ein Gutes Neues Jahr zu wünschen, bei dieser Gelegenheit ein Stückchen Käsekuchen zu futtern und unseren liebgewordenen kleinen Schwatz wieder aufleben zu lassen (wir hatten uns nun doch schon lange Zeit nicht mehr gesehen). Tim ist Schwabe und Das hört man :)

Er gehört zu einigen meiner Freunde aus Baden-Württemberg. Er ist ein lieber Mensch: freundlich, schwatzhaft und fleißig...

ICH bin "Einheimische". Das heißt: ein Kind der DDR, 1987 aus dem Prenzlauer Berg unter großen Schwierigkeiten rüber nach West-Berlin und nun seit 11 Jahren wieder zurück in Ost-Berlin. Ich fühle mich ein wenig heimatlos auf Grund meiner turbulenten Vergangenheit. Beide Seiten kenne ich und weiß für mich persönlich Was ich mag und Was ich NICHT mag! Ich vermisse Dinge, Situationen und vor Allem GERÜCHE aus der Vergangenheit! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Deshalb verwundert es nicht, dass viele Einheimische, die Jahrzehnte "unter sich" waren, ihre alten Werte und lieb gewordene Gewohnheiten gefährdet sehen. Viele haben nach der Wende ihre Wohnungen verlassen müssen, weil neue Zuwanderer kamen: aus wohlhabenderen Verhältnissen, mit dicker Brieftasche und großen Zampano-Getue. Das Resultat aus diesem Schnell-Ausverkauf: Angst und Wut! Verständlich und auch traurig. Manchmal höre ich auf Partys oder im Cafe, wie sich die Erben der Wirtschaftswundereltern sich über das "Ostige" ablassend und belächelnd äußern. Kürzlich erzählte eine guccibetaschte Lady ihren erstaunten guccibetaschten Freundinnen, wie ostig und rückständig es doch hier vor ein paar Jahren war, als ihre Eltern ihr das Haus in der Elisabethkirchstrasse gekauft haben. Da gab es nicht mal eine richtige Klingelanlage und die Strasse sah auch noch nicht so schick wie heute aus! Ihre Freundinnen lauschten mit einer Mischung aus Mitleid und Entsetzen, was doch sie für furchtbare Strapazen auf sich genommen hatte!!! Noch dazu die zwei Mieter, die partout nicht aus der Wohnung raus wollten, welche sie doch als Vergrößerung ihrer kleinen 90qm gedacht hatte! Unmöglich!!!! Man musste die Leute schließlich rausklagen (man hat ja gute Anwälte aus Westdeutschland, von den Eltern)....

Bei solchen Gesprächen regt sich in mir, Heimatloser, dann doch so etwas wie Nationalpatriotismus! 

ABER: Das sind NICHT DIE Schwaben!!!!! Diese Leute gibt es überall! WIR nennen sie hier "Mitte-Schnitten" :D

Es hat sich eher der Begriff "Schwaben" etabliert, da man viele Jahrzehnte im Osten unter sich war und ein Dialekt wie der schwäbische besonders auffallend und für Berliner Ohren unangenehm klingt. Einige unter den Unangenehmen waren sicher auch Schwaben.. Der Grund und Boden im Ostteil Berlins war einfach verlockend billig! 

Wenn SIE Geld hätten und die Möglichkeit in eine Immobilie zu investieren: WÜRDEN SIE NICHT KAUFEN???????

Der Stadt Berlin hat die Zuwanderung aus wohlhabenderen Gegenden und der Zuzug vieler Firmen und Investoren eine Menge Gutes gebracht. Das darf man nicht vergessen! Schwarze Schafe gibt es immer und überall. Mein Freund Tim ist verärgert über das Abstempeln seiner Person, auf Grund seiner Herkunft und seines Dialektes. Ich bin übrigens in Frankfurt (Oder) aufgewachsen und war dort NIE glücklich: ich verstehe bis heute nicht den "Humor" der Brandenburger, mag diese unbewegliche fast feindseelige Schnodderigkeit nicht und möchte auch nicht jedes Mal auf eine Frage von mir eine Gegenfrage erhalte ("Kann ich das bitte mal sehen? Antwort: "weeß ick nich, ob se dit könn!") In DIESER Hinsicht wäre es toll, wenn der Berliner vom Schwaben in Sachen Kommunikation und Freundlichkeit (nicht zu vergessen: Optimismus und Organisationstalent!) lernen könnte und umgedreht: der Schwabe vom Ost-Berliner, den Zusammenhalt, die Bereitschaft zu teilen und zu helfen OHNE Eigennutz! Was wäre Das für ein nettes Miteinander....

Mit den Mitte-Schnitten kommen wir klar! Auch, dass wir durch Reizüberflutung geliebte Gerüche nicht mehr finden, aber Ignoranz und Intoleranz sind böse Nachbarn, im Osten, wie im Westen! Ich backe Kuchen aus Sachsen und Kuchen nach schwäbischen Rezepten! Das bereichert mein Cafe und Gäste aus allen Teilen Deutschlands fühlen sich dadurch ein wenig wohler in diesen kalten Zeiten oder haben ein kleines Mittelchen gegen aufkommendes Heimweh bei Kälte...

Wir müssen uns vertragen!!!! Einer profitiert vom Anderen. UND DAS IST AUCH GUT SO!

 

Alter Dreck raus - neuer Schwung ins Neue Jahr!

Das sollte MEIN absolutes Glücksjahr sein: ich bin Drache (chinesisch) und Löwe (europäisch) und indianisch... sicher auch ein toller Baum oder ein starkes Tier ;)

Das Jahr fing auch gut an: mit einer neuen Aufgabe! Ich hatte mein altes Cafe wiederbelebt und mir zur Unterstützung, um nicht wieder schnell an meine gesundheitlichen Grenzen zu kommen, Jemanden ins "Boot" geholt. Allerdings war sehr schnell klar, dass ich da wohl zu viel in die Freundschaft interpretiert hatte... Nun ja: aus Schaden wird man hoffentlich klug :D

Diesen alten Ballast habe ich aus meinem Leben entfernt, genau so wie die Illusion, dass Einem allein durch Ehrlichkeit, Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft nichts passiert. 

Dieses Jahr war das Schwerste, welches ich je beruflich und menschlich erlebt habe...

Schade drum!

Vielleicht, habe ich mich in den letzten Tagen gefragt, war aber genau DAS mit dem "Jahr des Drachen" gemeint!? Vielleicht erreicht man ja genau in solchen Jahren das Ende einer Etappe, meistert sie, um danach neu und gestärkt eine neue Etappe zu beginnen!? 

Oma Leupolz hat zu Lebzeiten meinen armen Schwiegervater mit dem Sprichwort: "Allem läßt sich abgewinnen, eine Seite, Die da glänzt" in jeder Situation gequält! Die Geschichte bringt uns oft  

noch zum Lachen. Aber, wie so oft, haben die Oma's wieder recht gehabt!!! Genau so mit Redewendungen, wie "der Wolf im Schafspelz" oder "stille Wasser sind tief" und so weiter...

Jeder kennt solche Worte und hat oft seine Oma deshalb belächelt. 

Für Viele (nicht nur für "Drachen") war das Jahr 2013 ein anstrengendes! In meinem Bekanntenkreis gab es Trennungen, Todesfälle, Krankheiten und Arbeitslosigkeit. 

Zwei verschiedene Tendenzen sind mir aufgefallen: zum Einen, die Tendenz zum Wegschauen, zur Ignoranz und zur Habgier..

Aber zum Anderen erlebe ich immer mehr eine neue Art des Zusammenrückens! Viele Leute besinnen sich wieder mehr auf Dinge, die existenziell sind, wie: Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit! ...und schon öffnen sich neue Türen :)

Es liegt an Jedem selbst, wie er sein Leben gestaltet. Ob mit viel Geld im Hintergrund oder nicht. In diesem Jahr habe ich in meinen traurigsten Momenten so viel Unterstützung von fremden Leuten erfahren, dass ich ganz sicher bin: das nächste Jahr wird ein gutes Jahr, weil es Leute mit Herz und Intelligenz gibt! Wenn im nächsten Jahr 2013 noch mehr Leute auf die Dinge in ihrer Nachbarschaft, im Alltag, auf der Strasse, in ihren Familien achten und nicht nur Dinge tun, die ihnen einen Vorteil versprechen, oder wenn Jemand (bevor er sich an Rufmord beteiligt) auch die ANDERE Seite hört und sich VOR einem Urteil einige logische Fragen stellt (oder die Beweggründe Desjenigen, der Jemanden in Mißkredit bringt mal gründlicher durchleuchtet, ehe er mit der "Mistgabel" auf fremde Leute losgeht), dann können wir beruhigt sein!

Ich persönlich empfinde die Habgier und insbesondere die Dummheit als einen der schlimmsten Feinde von uns selbst!

Im Moment liege ich mit einer starken Erkältung im Bett. Weihnachten habe ich regelrecht "weggehustet" und Sylvester (morgen) wird wohl auch noch gehustet. Ich verstehe Das nun mal als "Reinigung"! Ein bisschen Esotherik steht auch einer Atheistin wie mir ;)

Der Dreck muss raus und dann: schaun' wir mal!

Ich wünsche Euch Allen ein GUTES Neues Jahr!

Eure Solvey